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Frankfurt

Symposium "Die Gitarre im Unterricht"

Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main stellte Anfang Juni den Gitarrenunterricht in einem Symposium in den Mittelpunkt. Professor Christopher Brandt, der für die Organisation zuständig war, hatte neben dem stellv. Musikschulleiter Michael Diedrich, Stefan Schmidt (der Autor dieses Berichtes) aus dem privaten Unterrichtsbereich, auch Andrew York und Thomas Fellow als Dozenten geladen. Zudem hielt Stephan Werner einen Workshop zum Thema Flamenco für Klassiker und Christopher Brandt referierte über die E-Gitarre im Unterricht.


Klassenmusizieren mit Gitarre ist seit JEKI in aller Munde. Michael Diedrich, stellv. Musikschulleiter der Musikschule Mosbach, hat in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Gitarrenklassen betreut. Dabei bekommen 8-15 Kinder pro Woche meist 60 Minuten Unterricht. Ausgeklügelte Arrangements liefern dabei Hörergebnisse, die man bei einem solchen Massenunterricht nie vermuten würde. Diedrich betonte jedoch, dass man auf keinen Fall den Fehler machen dürfe, Klassenmusizieren als Instrumentalunterricht zu bezeichnen. Dies sei auf keinen Fall miteinander vergleichbar. Klassenmusizieren sei Musik machen auf allerniedrigsten Niveau und höchstens dafür geeignet, erste Erfahrungen mit dem Instrument zu machen. Die Zeitdauer von zwei Jahren sollte dabei möglichst nicht überschritten werden.
Stefan Schmidt mit Videopräsentation "Gedanken zum Gitarrenunterricht" Stefan Schmidt mit Videopräsentation "Gedanken zum Gitarrenunterricht"



Thomas Fellow
Thomas Fellow
Mein Vortrag hatte gegensätzlich zum ersten Thema den Einzelunterricht im Fokus. Im Mittelpunkt stand dabei ein Videomitschnitt der ersten sieben Unterrichtsstunden mit einer 6-jährigen Schülerin, die ich in Ausschnitten zeigte. Anhand des Videomaterials sieht man meine Philosophie und Arbeitsweise. Einen ganz anderen Schwerpunkt enthielt der Workshop von Andrew York. Auf unterhaltsame Art demonstrierte er Möglichkeiten für klassische Gitarristen in die Welt des Improvisierens einzusteigen. Thomas Fellows Vortrag hatte eine ähnliche Thematik. Anhand seines kürzlich erschienenen Fellowbooks zeigte er, wie vielfältig man Liedbegleitungen gestalten kann. Stephan Werner bewies sein umfangreiches Wissen über Flamenco und die Einsatzmöglichkeiten im klassischen Gitarrenunterricht.
Zwei hervorragende Konzerte trugen zur gelungenen Veranstaltung bei. Am Samstag Abend spielte das Gitarrenensemble der Musikhochschule unter der Leitung von Helmut Oesterreich und den Solisten David und Nick Kvaratskhelia. Am Sonntag erklang neue Musik vom Ensemble Neue Musik Großostheim unter der Leitung von Bernd Nonnweiler.



Abschließend kann man den Veranstaltern nicht genug dafür danken, sich des Themas Gitarrenunterricht angenommen zu haben. Nahezu jeder Gitarrist verdient damit seinen Lebensunterhalt, aber trotzdem gibt es nur wenige Fortbildungen darüber. Und die Veranstaltung hat durchaus gezeigt, dass die Fragen dazu vielfältig sind.

Ensemble Neue Musik Großostheim Ensemble Neue Musik Großostheim

 
erstellt am 07.06.2011